Mit der Torfbahn durchs wilde Herz von Quickborn

Feld mit weißem Baumwollgras an einem Teich, mit grünen Bäumen und einem teilweise bewölkten Himmel im Hintergrund.
Feld mit weißem Baumwollgras an einem Teich, mit grünen Bäumen und einem teilweise bewölkten Himmel im Hintergrund.

Manche Orte rufen einen zurück. Nicht laut, nicht fordernd – sondern mit einer stillen Beharrlichkeit, die sich tief im Inneren festsetzt. Das Himmelmoor war für uns genau so ein Ort. Es blieb hängen, damals 2022, mit seiner rauen Schönheit und seiner melancholischen Weite. Drei Jahre später stiegen wir wieder aus dem Zug in Quickborn und folgten dem Ruf zurück in den Mikrokosmos zwischen Himmel und Torf.

Ein warmer Sommertag, die Sonne stand hoch und gleißend über dem Himmelmoor. Schon auf dem Weg dorthin lag eine merkwürdige Stille über der Landschaft. Als würde das Moor selbst den Atem anhalten. Für uns war es ein Wiedersehen. Drei Jahre nach unserem ersten Besuch am 30. Mai 2022 kehrten wir zurück und diesmal war es die kleine Torfbahn, die uns mitten hineinführte in eine Welt aus Natur, Vogelstimmen und Geschichte.

Ankunft im Moor – eine Zeitreise zwischen Himmel und Tiefe

An diesem Tag lag eine besondere Spannung in der Luft – als würden die Spuren der Vergangenheit, die hier im Torfboden konserviert sind, mit jedem Schritt wieder spürbar. Es war still, fast ehrfürchtig still. Nur das entfernte Rufen eines Vogels, das leise Wispern der Birkenblätter und das Knirschen unserer Schritte auf dem sandigen Boden begleiteten uns. Das Himmelmoor zeigte sich von einer Seite, die zugleich unnahbar und zutraulich wirkte – wie ein Tier, das sich langsam zurück in die Nähe des Menschen wagt.

Die kleine Diesellok wartete auf uns, mit ihren offenen umgebauten Loren für den Fahrgastbetrieb und dem metallischen Geruch vergangener Tage. Sobald sie sich in Bewegung setzte, schien der Alltag von uns abzufallen. Das gleichmäßige Rattern der Räder auf den Schienen, das Knacken der Weichen, all das wurde zu einem Rhythmus, der uns einwiegte.


Die Torfbahn – Nostalgie mit Dieselduft

Die Fahrt selbst war ein kleines Wunder. Der Fahrtwind trug den Duft von feuchtem Gras und altem Eisen mit sich, während die Räder der Bahn über die schmalen Schienen schabten. Man spürte die Geschichten, die in den Gleisen lagen – Geschichten von Schweiß, von schweren Tagen im Moor, von knisternden Lagerfeuern der Arbeiter. Die offenen Loren ließen uns alles spüren. Jede Biegung offenbarte neue Bilder – abgestorbene Birken in braunem Wasser, Libellen im Gegenlicht, Wolken, die sich in spiegelglatten Flächen verloren. Es war keine spektakuläre Fahrt aber eine zutiefst berührende.

Der Rückblick – unser erster Besuch 2022

Wir erinnerten uns an die Stille, die uns damals fast überrollte. An das Gefühl, als würde man in einen Raum treten, in dem die Welt vergessen wurde. Es gab keine Bahn, wenig andere Besucher, den Weg unter den Füßen und ein flirrendes Licht, das durch die Schleierwolken fiel. Wir entdeckten die kleinen Dinge: das Glitzern eines Tautropfens auf einem Wollgrasbüschel, das schimmernde Rot des Sonnentaus, der auf Beute lauerte. Ein Frosch, der plötzlich quer über den Weg sprang. Eine Libelle, die uns minutenlang begleitete. Rückblickend war diese erste Begegnung wie ein leiser Schwur des Moors: Ich bleibe bei euch, wenn ihr still genug seid, mich zu hören.

Auf den Spuren des Wassers – Renaturierung live

Mit jedem Schritt veränderte sich die Landschaft. Das Licht brach sich in kleinen Wasseraugen, dazwischen ragten abgestorbene Baumstämme wie stille Mahnmale in den Himmel. An den Rändern quoll frisches Grün hervor – Schilf, Binsen, kleine Birken. Dort, wo einst Maschinen knatterten, hatte die Natur längst begonnen, das Geschehen zurückzudrehen. Insekten summten über dem Torf, seltene Pflanzen wuchsen wie kostbare Miniaturen in den feuchten Senken. Wir entdeckten Spuren von Wild – Trittsiegel am Rand eines Beckens, vielleicht von einem Reh oder Fuchs. Der Boden war weich, federnd, lebendig. Und doch spürte man bei jedem Tritt auch Ehrfurcht, als würde man über einen alten, verletzten Körper gehen, der gerade erst wieder atmet.

Unser Video – Himmelmoor zum Mitfühlen

In unseren Aufnahmen verschwimmen Nähe und Weite. Wir ließen die Kamera laufen, ohne sie zu zwingen. Keine Regie, keine Schnitte, nur Beobachtung. Unsere eigenen Schatten, die über den Boden tanzen. Es wurde ein Video, das nichts erklären will, sondern einlädt, zu verweilen. Gefilmt haben wir es übrigens mit einem Fairphone 5, einem Gerät, das uns seit Monaten zuverlässig begleitet. Kein High-End-Wahnsinn, aber ehrlich, nachhaltig und robust genug, um auch im Moor seinen Dienst zu tun. Die Qualität hat uns überrascht und das Bildmaterial spricht für sich. Besonders schätzen wir am Fairphone 5 seine faire Herstellung: recycelte Materialien, modulare Bauweise, faire Löhne in der Produktion. Ein Smartphone, das nicht nur auf Leistung setzt, sondern auch auf Haltung. In einer Welt, in der Technik oft zu Wegwerfware verkommt, ist dieses Gerät ein leiser Protest und genau deshalb passt es so gut zu einem Ort wie dem Himmelmoor. Wer mit offenen Augen schaut, wird vielleicht auch etwas Eigenes darin finden: eine Erinnerung, ein Gefühl, eine Sehnsucht.

Fazit – Ein Ort, der bleibt

Das Himmelmoor hat uns verändert, jedes Mal auf seine eigene Weise. Es zwingt zur Langsamkeit. Es hält einem das Leben wie einen Spiegel vor, aber nicht mit Härte, sondern mit der leisen Stimme eines alten Freundes. Wer dort war, wird anders zurückkommen. Vielleicht mit einer neuen Sensibilität. Vielleicht mit dem Wunsch, öfter hinzuhören. Vielleicht mit dem Mut, wieder still zu werden. Das Moor ist nicht spektakulär, aber genau deshalb bleibt es. Und genau deshalb bleibt man selbst auch ein bisschen länger.


Verwendete Links:


Ob du zum ersten Mal ins Himmelmoor fährst oder wie wir auf eine stille Wiederbegegnung hoffst lass dich ein. Gib der Weite Raum in dir. Und vielleicht, ganz vielleicht, nimmt dich das Moor beim zweiten Besuch schon beim Namen.

Euer Knut

Kári – dein Nordlicht Guide von NordJourney

Ein lächelnder Mann in einem dunklen Mantel steht bei Nacht im Freien, mit Nordlicht am Himmel und bewaldeten Bergen im Hintergrund. Der Text auf Deutsch lautet: "Fern vom Lärm, nah am Leben.

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