Kári sitzt an einem Lagerfeuer in einem verschneiten Wald unter dem Nordlicht – eine Szene, die perfekt für alle ist, die Spaß an der Reiseplanung haben.

Kári kann jetzt reisen planen

Ende Oktober habe ich meinem eigenen Chatbot eine Frage gestellt, und die Antwort war eine Lehre für mich. Ich bat Kári um eine Rundreise ab Kiel nach Schweden. Knapp gefragt, so wie Besucher eben fragen.

Die Antwort war nichts Halbes und nichts Ganzes. Im ersten Versuch schickte er mich über Ribe und Kopenhagen nach Schweden. Ribe liegt weit im Westen Jütlands. Das ist kein Weg, das ist ein Umweg mit Gepäck. Im zweiten Versuch erfand er eine Fähre von Kiel nach Rostock. Diese Fähre existiert nicht. Ab Kiel fahren drei Linien: Stena nach Göteborg, Color Line nach Oslo, DFDS nach Klaipeda. Keine davon fährt nach Rostock. Erst der dritte Versuch nahm den richtigen Weg über Travemünde. Und in Schweden machte er munter weiter: Ein Berg wurde zur Insel erklärt, und die Rundreise hatte die Form einer Acht statt einer Schleife.


Kári sitzt verwirrt am Lagerfeuer in einem verschneiten Wald und studiert eine Karte, auf der ein rotes Unendlichkeitssymbol und schwebende Fragezeichen eingezeichnet sind, während er sich auf seine „Reise“ begibt.
Kári sitzt verwirrt am Lagerfeuer in einem verschneiten Wald und studiert eine Karte, auf der ein rotes Unendlichkeitssymbol und schwebende Fragezeichen eingezeichnet sind, während er sich auf seine „Reise“ begibt.

Warum er das durfte

Kári hat nicht gelogen, weil er böse ist. Er hat geraten, weil ich ihn ohne Werkzeug an eine Aufgabe gelassen habe, die Werkzeug braucht. Ein Sprachmodell ohne Daten ist ein Erzähler am Lagerfeuer: charmant, aber wenn du nach Kilometern fragst, erfindet es welche.

Das war mein Fehler, nicht seiner. Wer ein Versprechen ausspricht wie „Kári erfindet nichts“, muss dahinter auch Technik legen. Ein Satz im Systemprompt ist keine Architektur.

Der Grundsatz hier lautet: KI für Inspiration, Werkzeuge für Fakten. Kári darf dir vorschlagen, wohin die Reise geht. Aber die Kilometer, die Fahrzeiten und die Unterkünfte kommen vom Messgerät, nicht aus dem Gedächtnis.


Was jetzt passiert, wenn du eine Reise planst

Fragst du Kári nach einer Rundreise, schlägt er dir Etappenorte vor. Das darf er, das ist Inspiration. Danach ruft er eine kleine Software auf meinem Server auf, die bei Google Maps die echte Route berechnet. Nicht die remembered Version, sondern die echte: Strecke, Reihenfolge, Kilometer, Fahrzeit. Die Orte werden so angeordnet, dass eine Schleife entsteht und keine Acht. Danach sucht er echte Unterkünfte entlang der Etappen und liefert dir Namen, Bewertungen und einen Link zu jedem Haus.

Damit du eine Vorstellung bekommst, hier die Testfahrt. Rundreise ab Kiel, sieben Tage, Etappen Malmö, Öland, Stockholm, Göteborg:

Kiel nach Malmö: 432 Kilometer. Malmö nach Öland: 302 Kilometer, über die Ölandbrücke. Öland nach Stockholm: 432 Kilometer. Stockholm nach Göteborg: 469 Kilometer. Göteborg zurück nach Kiel: 579 Kilometer. Insgesamt 2.215 Kilometer.

Die Unterkünfte sind echte Häuser mit echten Adressen. In Malmö das Clarion Hotel Malmö Live, auf Öland die Villa Blenda in Borgholm, in Stockholm das Långholmen, ein Hotel in einem ehemaligen Gefängnis. Nichts davon ist erfunden, alles davon hat eine Bewertung und einen Link, den du prüfen kannst.

Und die Fähren? Die benennt er jetzt nur noch, wenn es sie wirklich gibt. Stena fährt tatsächlich ab Kiel nach Göteborg. Die TT-Line fährt ab Travemünde nach Trelleborg. Uhrzeiten und Preise nennt er trotzdem nicht. Dafür verweist er auf die Anbieter. Manche Dinge bleiben bewusst seine Grenze.


Kári steht in einem verschneiten Wald unter dem Nordlicht und hält eine Karte in der Hand, auf der neben einem mechanischen Gerät und einem Lagerfeuer die Abbildung eines Schiffes zu sehen ist, um seine Reiseplanung zu erleichtern.
Kári steht in einem verschneiten Wald unter dem Nordlicht und hält eine Karte in der Hand, auf der neben einem mechanischen Gerät und einem Lagerfeuer die Abbildung eines Schiffes zu sehen ist, um seine Reiseplanung zu erleichtern.

Was er immer noch nicht macht

Er bucht nichts. Nicht die Fähre, nicht das Hotel, nichts. Auf nordjourney.de gibt es keine Buchung und das bleibt so. Kári empfiehlt, du entscheidest und buchst direkt beim Anbieter.

Der ehrliche Teil

Zwei Dinge sage ich klar, weil sie dazugehören. Erstens: Kári schmückt. Die Kernwerte, Kilometer, Zeiten, Unterkünfte, kommen aus dem Werkzeug. Aber die kleinen Beschreibungen um sie herum, „charmant“, „zentral“, „mit Garten“, die formuliert er selbst. Das ist Erzählen am Lagerfeuer, und genau dafür mag ich ihn. Wichtig ist: Du kannst jedes Hart-Faktum gegenprüfen, und das sollst du auch.

Zweitens: Auch diese Funktion ist eine Baustelle, kein Abschluss. Am 12. November wechselt das Modell hinter Kári auf eine neue Version, und ich werde ihn danach wieder testen. Mit genau dieser Rundreise ab Kiel. Wer hier mitliest, weiß: Ich prüfe seine Antworten regelmäßig gegen unabhängige Quellen. Das wird sich nicht ändern.

Und deine Daten? Unverändert. Kein Account, keine Mail, kein Tracking. Auf der Seite ist kein Google eingebunden, keine Skripte, keine Cookies. Wenn Kári eine Reise plant, fragt mein eigener Server bei Google Maps an. Google sieht also nur, dass nordjourney eine Route sucht. Dich sieht Google nicht: keine IP, kein Browser, kein Gerät, kein Profil. Der einzige Teil deiner Anfrage, der die Seite verlässt, sind die Ortsnamen – und die erreichen Google ohne jede Spur davon, wer sie geschickt hat. Gäste am Lagerfeuer verkauft man nicht, das war in allen drei Leben von Kári so.


Kári steht in Wintermantel und Mütze hinter einer Theke und hält ein Schild mit einem Link-Symbol in der Hand, vor dem Hintergrund eines verschneiten Dorfes unter einer Nordlichtkulisse für „Reiseplanung“.
Kári steht in Wintermantel und Mütze hinter einer Theke und hält ein Schild mit einem Link-Symbol in der Hand, vor dem Hintergrund eines verschneiten Dorfes unter einer Nordlichtkulisse für „Reiseplanung“.

Frag ihn einfach

Probier es aus. Frag Kári unten im Chat nach einer Rundreise ab deinem Wohnort. Fünf Etappen, drei Tage oder vierzehn, Schweden, Norwegen, Island, Färöer, ganz egal. Er schlägt dir Orte vor, rechnet die echte Strecke und zeigt dir, wo du übernachten könntest. Ohne Anmeldung, ohne dass deine Daten irgendwo landen.

Und wenn etwas unklar ist oder falsch wirkt: frag nach. Ich lese mit. Ein kleiner Diamant muss schließlich poliert werden.

Bis dahin: klarer Kopf, weites Herz.

Knut


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